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Selbstorganisation mit dem Bullet Journal

Ich bin Fan von Selbstorganisation. Dank Techniken wie GTD und das konsequente Führen von ToDo-Listen, habe ich den Kopf frei von anstehenden Aufgaben und kann mich auf das Wesentliche konzentrieren. Mein größter Freund ist dabei die Aufgabenverwaltung TickTick, wo in unterschiedlichen Listen aktuelle Aufgaben, Einkaufslisten, Rezepte für die nächste Woche und so weiter ordentlich notiert sind.

Durch Smartphones und Cloud-Dienste wie TickTick begünstigt, ist mein Ziel eigentlich der papierlose Haushalt. Aufgaben kommen in besagtes Tool, Notizen wandern in Evernote und die Dropbox, der Google-Kalender weiß um meine Termine, Fitocracy ersetzt das Trainingstagebuch.

Doch muss eine digitale Lebensweise nicht unbedingt die Rückkehr zum Papier ausschließen. Im Gegenteil, an die Einfachheit, Geschwindigkeit und Flexibilität von Totholz kommen Tablet-PC, Smartphone und all die fancy Apps nicht wirklich dran. Und so bin ich nicht der erste, der von einer recht neuen Form der analogen Selbstorganisation hellauf begeistert ist, und wieder ein klassisches Notizbuch verwendet.

Über den Artikel auf Lifehacker, warum man ein Tagebuch führen sollte, bin ich auf das Bullet Journal aufmerksam geworden. Die Grundprinzipien sind sehr simpel, in einem leeren Notizbuch sammelt man alle Informationen in einer Liste: Aufgaben, Termine und Notizen und kennzeichnet sie durch bestimmte Symbole. Durch Überschriften strukturiert man die Ansammlungen und mit Seitennummern und einem Index findet man auch alles wieder. Im Endeffekt fasst das Youtube-Video das komplette Prinzip zusammen.

Auf der Webseite gibt es dann die Grundideen zum Nachlesen. Das schönste am Bullet Journal ist aber: Man kann es flexibel an die eigenen Anforderungen anpassen! Beispielsweise durch die Einführung eines eigenen Symbols „>>“ für Tagebuch-ähnliche Einträge oder das Zeichnen des Kalenders in Kästchenform anstelle einer Liste oder auch speziellere Notizarten. Auch kann man durch simple Mittel wie optische Abtrennungen weitere Übersichtlichkeit erreichen.

http://bulletjournal.com/

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GTD: Meine Alternative zu Astrid: TickTick

Eigentlich sind meine Anforderungen recht gering. Für mich muss eine GTD/ToDo-Listen Software nur ein paar Punkte erfüllen:

  • Anlegen mehrerer Listen (Einkaufsliste, Essensplan, Arbeiten um die Wohnung, persönliche Aufgaben, etc.)
  • Teilen von Listen mit einer weiteren Person (damit meiner Frau und ich gemeinsam den Einkaufszettel pflegen können)
  • Android-App (damit ich beim Einkaufen auf die Einkaufsliste schauen kann)
  • Web-App/Cloud zur Synchronisierung

Ursprünglich war Remember The Milk das Werkzeug meiner Wahl. Doch spätestens für die Verwendung eines Smartphone-Clients war das Tool aus dem Rennen, $25/Jahr waren mir etwas zu viel. Die erste Wunderlist war da eine super Alternative. Doch seit Wunderlist 2 sind sowohl Webseite wie auch App unglaublich zäh und träge. Da kam auf einmal Astrid daher, erfüllte all meine Anforderungen, war schlank und schnell. Leider wurde Astrid von Yahoo übernommen und darauf hin geschlossen. Die meisten genannten Ausweichmöglichkeiten waren aufgebläht; unübersichtliche und umfangreiche Projektverwaltungswerkzeuge für kleine Teams – Muss ich wieder zurück zu Wunderlist?

Zunächst war dies meine Affekthandlung. Bis Caschy heute über TickTick berichtet hat, das mir beim ersten Test unglaublich gut gefiel. Der Funktionsumfang entspricht genau meinen Anforderungen, die App ist schmal (3,4MB im Gegensatz zu 14MB für Wunderlist), aufgeräumt und schnell. Ich bin sehr zufrieden (=

https://ticktick.com

 

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Aufgabenverwaltung Astrid.com streicht die Segel

Nachdem Remember The Milk nur gegen Geld auf dem Smartphone lief (und nicht gerade günstig war), Wunderlist mit dem Update 2.0 unglaublich übergewichtig und unzuverlässig war, fand ich in Astrid genau die Aufgabenverwaltung, die ich brauchte. Hübsches, aufgeräumtes und dennoch informatives Webinterface, gute Android-App, ich war zufrieden.

Kürzlich übernahm Yahoo Astrid – und heute bekomme ich die Mail, dass der Service geschlossen wird. Vielen Dank auch. Auf dem offiziellen Blog steht dazu übrigens noch nichts. Darum hier die eMail von heute Morgen:

Astrid Winding Down

Hi <$USERNAME>,

First off, we want to sincerely thank you for being an Astrid user over the years. Your support every step of the way has meant the world to us. As of August 5, 2013, we will be closing the Astrid service.

We know that a transition can be tough, but we want to make it as easy as possible for you. Please go to this link: astrid.com/home/export to download your data.

Once you have your data, we recommend you check out one of these applications. They will allow you to easily import your data, so you can pick up where you left off:Wrike, Wunderlist, Sandglaz, and Any.do.

When we built Astrid, we sought to help as many people as possible become happier, healthier and more productive – and we certainly hope we helped you. Thank you again for your support.

Best regards,
Jon Paris & the Astrid Team

Nun heißt es für mich: Daten exportieren und Alternativen evaluieren. Zurück zu Wunderlist will ich definitiv nicht.

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