Der EuGH berät über Netzsperren

Es ist mal wieder soweit. Das Thema Netzsperre ist mal wieder vor der EU zur Entscheidung. Dabei sieht der EU-Generalanwalt eine finstere Zukunft:

Generalanwalt Villalón bejaht in seiner Erklärung, dass prinzipiell ein Provider Adressat einer Sperrverordnung sein könne.

Dabei ist der aktuelle Präzedenzfall zwischen Filmfirmen Constantin und Wega und dem österreichischem Provider UPC wohl nur die Vorhut:

Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass es sich hier um einen „Testfall“ handele und „in Zukunft zahlreiche ähnliche Fälle gegen jeden Provider vor den nationalen Gerichten behandelt werden können“.

Und wie war das? 

Das System zur automatisierten Entfernung von Suchtreffern zum Gratis-Download geschützter Inhalte ist fehlerhaft. […]

Kürzlich machte ein anderer Fall auf Lücken des Systems aufmerksam: Home Box Office (HBO) hat im Kampf gegen illegale Downloads der Serie «Game of Thrones» beispielsweise auch Links zum Download des Ben-Harper-Albums «Give Till It’s Gone», des Spiels «Prince of Persia 5» und des VLC Media Players entfernen lassen, ohne dass der US-Fernsehprogrammanbieter Rechte an diesen Inhalten hätte.

Hoffentlich wir die Grundlage zur Sperrung von Webseiten etwas zuverlässiger sein… Sonst freue ich mich schon auf ein Internet nach dem Muster „Das Verrückte Labyrinth“ – ob Seite X morgen noch existiert, weiß nur der Zufall…

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