Archiv für den Monat September 2013

Illegale Downloads können etwas Gutes sein

Vielleicht bin ich einfach nur idealistisch oder blöd. Aber ich gebe eine Unmenge Geld für Musik aus. Demos, LPs, CDs und hin und wieder wird auf Bandcamp ein Download gekauft – wenn das physische Medium nicht (mehr) verfügbar ist. Gelegentlich lade ich mir auch schon mal ein Album illegal runter. Ganz selten, wenn ich es wirklich nicht mehr bis zum Release aushalte. Meist wird das Album dann eh gekauft, ganz einfach, weil ich gerne was festes in der Hand habe, auf den analogen Klang von Schallplatten stehe und die Band unterstützen will. Nicht unbedingt immer das Label, denn manche Musikverläge haben echt einen Ratsch am Kappes, wenn ich mir Preis und Release-Politik von manchen großen Indies anschaue. Die kleinen Untergrund-Label haben auf jeden Fall immer Support verdient. Aber ich schweife ab. Denn eigentlich wollte ich mitteilen: Jeff Walker von Carcass ist meiner Meinung. Als er zum Thema illegale Downloads gefragt wurde, war seine Antwort:

„It can be a positive thing, if people download an album, hear it, enjoy it and buy it. The danger is that there is a hard core of people who download and never buy anything, and that’s damaging to the music scene. They’re not supporting anybody, they’re not supporting the artists as fans. But for the most part, I think it’s positive. Because I understand fully why people do it. There’s so much music out there; people don’t have the money or the resources to buy everything. And also people have probably spent or wasted money in the past on albums that have disappointed them. So it gives people a chance to test something before they buy it. I personally don’t think it’s any different to hearing music on the radio. But, like I say, it’s that hard core of people, who… their attitude is very nihilistic and it’s out of step with the idea of what being a fan is about. You shouldn’t be trying to damage the artist who’s trying to being people pleasure. We’re not at war with the audience.“

Alternativ könnten viele Labels auch Downloads vorbeugen. Beispielsweise mit legalen Streams. Dann hätte es im Vorfeld auch nicht so einen Wirbel um den Leak von „Surgical Steel“ oder gar einzelnen Songs gegeben. „Hey, demnächst könnt ihr unser neues Album kaufen. Wenn ihr reinhören wollt, hier ist der Stream, viel Spaß!“ – und schon bräuchte man zur Evaluation keinen Download mehr. Kleine Labels wie Blood Harvest Records, Iron Bonehead, Razorback Records, Hammerheart Records, Willowtip und so weiter, haben dies schon längst verstanden. Und selbst Relapse, eines der größten Indies, fährt spätestens zum Release jedes Album auf Bandcamp – zum Anhören und auch direkt zum legalen Download.

Getaggt mit , , ,

Quake-like Terminal mit XFCE Hausmitteln

Ich bin Konsolen-Nerd. Über das Terminal bin ich um ein vielfaches schneller, als wenn ich mich über die GUI duzrch die verschiedenen Menüpunkte klicken muss. Und um die gesamte Geschichte weuiter zu beschleunigen, mag ich Terminals, die schnell und überall verfügbar sind. Yakuake und Guake waren unter KDE und Gnome immer meine Favoriten. Terminals, die immer im Hintergrund laufen und per Tastendruck von oben in den Bildschirm reinfahren. Wie damals® beim Spiel Quake.

Unter XFCE kann man das ohne Zusatzprogramme erledigen, das xfce-terminal kann diese Funktion von Haus aus:

xfce4-terminal --drop-down

Nun muss man diesen Befehl nur noch mit einem Shortcut seiner Wahl verknüpfen.

via Webup8.

Getaggt mit, , , , , ,

Indie-Game: Catachresis

Oh, sagte ich Game? Naja, es ist mehr eine interaktive Kurzgeschichte. Für ein Spiel ist der gesamte Verlauf zu Linear. Aber es erzählt auf eine schöne, atmosphärische Art eine kosmische Horrorgeschichte, wie sie Fans von Lovecraft gefallen sollte.

Catachresis läuft im Webbrowser. Die Pixeloptik ist voll im aktuellen Retro-Wahn. Der Subtitel „a way too scary game“ ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber nicht ohne gewisse Ironie (;

Getaggt mit , , , ,

Feine Sahne Fischfilet und der olle Sexismus

Indimedia schreibt:

„Was sämtliche Verfassungsschützer Mecklenburg-Vorpommerns seit Jahren vergeblich versuchen, ist nun im Handstreich dem ‘AJZ Bielefeld’ mehr oder weniger gelungen: Auftrittsverbot für die Rostocker Punkband ‘Feine Sahne Fischfilet’…!“

Und warum? Weil der Drummer – ja, der Typ, der auf der Bühne am meisten Arbeitet, sich nicht aus seiner stickigen, schlecht belüfteten Ecke wegbewegen darf und meist im vollen Schein der Bühnenspots sitzt –  sich während des Auftritts sein T-Shirt auszog. Bämm, das ist „sexistisch“, weil

[es einen] Plenumsbeschluss geben soll, der Musiker*innen verbietet, irgendwelche Kleidungsstücke abzulegen.

Ich persönlich sehe das genau wie Indimedia:

Wir wissen nicht, was da in Bielefeld los ist, aber der Zusammenhang zwischen antisexistischer Politik und dem nackte-Oberkörper-Verbot erschließt sich uns auch bei längerem Nachdenken nicht.

Leider ist dieses PC-Gehabe und eine auffällig übertriebene Verbotsmentalität aktuell in vielen A(J)Zs zu sehen. Was einst freie, autonome Kulturräume waren, wird nun durch und durch reglementiert und beschnitten. Traurig.

Getaggt mit , , , ,

Gentrifikation – und das in meiner Stadt!

Ach je, kaum ist Aachens älteste Punkkneipe, das Hauptquartier, aus der Promenadenstraße weg, fallen Studenten und Hipster darüber her. „Kunterbunte Partymeile“ und „Aachens Kiez“ titelt schon die Lokalpresse. Und schon sehe ich Broker und Makler alles mit ordentlichen Mietpreisen pfeffern….

Getaggt mit , , , ,

Punk Is Dead

Oder zumindest derbe im Sellout. Ich weiß nicht, worüber ich mehr weinen will: Justin Bieber-Shirts im Black Flag-Style, die inflationäre verhuntzung von Ramones-Shirts, das Fallout Boy von manchen als Punk angesehen wird oder wie Urban Outfitter jedwede Subkultur verramschen muss…. 23 Beispiele, warum Punk definitiv tot ist!

Getaggt mit, , , , , , , , ,

Ich mag die Einschleppung von neuen Arten – Teil I

… besonders, wenn es Riesen-Weberknechte mit 18cm Beinspanne sind, die sich in creepy Horden zusammenrotten und kollektiv im Wind zittern (:

Getaggt mit, , ,

Dystopie: Amazon soll in drei Jahren den Plattenladen getötet haben

Eigentlich ist es selbstverständlich: „Support your local Plattenladen!“ Aber irgendwie machen das viele nicht. Sie kaufen sich fröhlich ihre Musik bei Amazon, als CD, LP oder gar Download. Naja, ist mir persönlich auch lieber als über iTunes. Aber am besten unterstützt man den lokalen Einzelhandel und die Bands direkt selber.

Lesen und nachdenken: Amazon To Kill Independent Record Stores In 3 Years.

Getaggt mit, , , , ,

Pack das Smartphone weg!

Ach, zum Glück bin ich nicht der einzige, der sich durch die Omnipräsenz von Smartphone-Fotografen genervt fühlt. Des letzt erst richtig krass auf dem Konzert von Tito & Tarantula hier in Aachen. Kaum erklangen die ersten Noten von „After Dark“, schon hat eigentlich keiner aus dem Publikum mehr auf die Bühne geschaut, nur noch auf die durchschnittlich 4″ des Mobiltelefons… Zum Kotzen, ihr Bratzen!

Getaggt mit, ,

eBook-Reader helfen Kindern mit Dyslexie

Kinder mit einer Leseschwäche sollten zum E-Book-Reader greifen: Mit den elektronischen Lesegeräten konnten einige von ihnen besser lesen als mit Papier.

Der Grund dafür ist, dass sich die Zeilenlänge auf dem Lesegerät einstellen lässt.

Via Golem.

Getaggt mit, ,